Veranstaltungen 2015

Veranstaltung 2015 - 4

Die letzte Veranstaltung im Kalenderjahr 2015 fand nach 3 Vortragsveranstaltungen diesmal als Jahrestreffen des Arbeitskreises (AK) mit Ahnenbörse in Altenburg, Gartengaststätte "Zur Eiche" statt. Um interesierten Forscherinnen und Forschern mit beruflichen oder privaten Herausforderungen die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu geben, wurde der Termin auf Samstag Vormittag, 31.10.2015, festgesetzt. 29 Interesierte Teilnehmer fanden sich in der Lokalität ein, welche unseren Ansprüchen an eine Veranstaltung mit persönlichem Austausch und Kontakten, wie reichlich Bewegungsfreiheit, bei erschwinglichen Nebenkosten und Speisemöglichkeiten und so die Rahmenbedingungen für die schon zum 3. Mal stattfindende Ahnenbörse bestens erfüllte. Bevor die Vorstellungsrunde und der anschließende, persönliche Austausch in lockerer Runde begann, stand der offizielle Teil, mit Jahresbilanz 2015 und dem Ausblick für 2016, an. Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit von Residenzschloss Altenburg, Schloss- und Spielkartenmuseum, sowie der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes e.V. (GAGO) konnte die beliebte Veranstaltungsreihe 2015 fortgeführt und mit interessanten Referenten und Themen besetzt werden. So sprach im März Frau Wermes aus Leipzig, Vorsitzende der LGG und Referentin im Staatsarchiv Leipzig, zur Archivierung von Daten. Im Mai unterhielt uns Frau Kump, in lockerer Art, mit ihren persönlichen Forschungsergebnissen und Geschichten. Anfang September konnten wir das historische Gebäude: Altenburg, Brühl Nr. 2 besichtigen und Frau Jaschke aus Borna zu ihrer Saupe-Forschung lauschen. Insgesamt besuchten 192 Personen diese 4 Veranstaltungen 2015. Durch die Versendung der Niederschriften lassen wir alle Mitglieder und registrierte Interessenten an den Aktivitäten teilhaben. Die Präsens in der Öffentlichkeit konnte durch Ankündigung der Veranstaltungen in den Printmedien OVZ und Kurierden lokalen Interessenten näher gebracht und die Veranstaltung 2015-3 mit AK am 29.09.2015 auf der Heimatseite der OVZ vorgestellt werden. Unsere umgestaltete Homepage, wurde der neuen AMF-Vereins-Hompepage-Struktur optisch angepasst und inhaltlich überarbeitet. Mit Hilfe der AMF-Flyer zum Verein, zur Reihe MOFB und Schriftenreihe sowie einzelnen Ortsfamilienbüchern können wir besser werben. - Ein Höhepunkt der Veranstaltung war diesmal des Projekt "Altenburger Stammtafeln Teil 2 -  Nachlass Albin Vogel". Die Aufarbeitung der schwer lesbaren Stammtafel-Entwürfe Albin Vogels, trotz aller Unzulänglichkeiten als Sektundärliteratur, und die Bereitstellung an interessierte Forscher, ist als Forscherhilfe und Orientierung gedacht. Eine Fertigstellung wird bis Ende 2015 angestrebt und auif unserer Hompepage bekannt gegeben. - Menschen welche ein Hobby betreiben, können durch Gemeinschaft und zielgerichtete Arbeit ihre Erkenntnisse und Ziele schneller und besser erreichen. Dem AK stehen nicht genug Daten aus Primärquellen wie Standesamt, Archiven und Kirchenbüchern zur Verfügung, um flächendeckend die Familienforschung, speziell die Aussagefähigkeit des AK zu verbessern. Eine Möglichkeit, die derzeitige Situation zu entschärfen, bietet die gemeinsame Arbeit an einem neuen, visionärem Projekt, die Erfassung der Kirchenbücher im Altenburger Land und Umgebung, von Beginn bis 1808. Office-Datei-Vorlagen im Format "xls" für Geburt-Taufe, Hochzeit-Trauung und Sterben-Tod, in Anlehnung an die Originalstruktur, stellen die einheitliche Grundlage für die Datenerfassung. Ziel ist der Aufbau einer Datenbank, um zukünftigen Personalmangel zu begegnen, gezielte Reaktionen auf Anfragen und Personensuche zu vereinfachen, sowie Daten-Lücken durch Brand oder Verlust, durch Quer-Informationen zu füllen. Jeder kann mitmachen !  Informationen auf unserer Homepage unter: Arbeitskreis/ Projekte des AK. - Für 2016 sind 4 Veranstaltungstermine, jeden letzten Mittwoch im März, Mai und August 2016 im Residenzschloss Altenburg und Ende Oktober/ Anfang November unser Jahrestreffen, geplant. Als Referenten konnten gewonnen werden: Herr Thomas Peitzsch, Borna, Frau Renate Schönfuß, Radebeul und Herr Werner Knöfler, Leipzig. Ich möchte mich bei allen Referenten für Ihre Ausführungen 2015 und die Bereitschaft für 2016 herzlich bedanken. Weiterhin gilt mein Dank unseren Partnern von Residenzschloss und GAGO, den lokalen Zeitungen, allen aktiven Mitstreitern und deren Familienangehörigen für Ihre Rücksichtnahme und Verständnis für unsere Arbeit. Ich wünsche Ihnen für 2016 erfolgreiche Familienforschung und hoffe auf ein gesundes Wiedersehen, zu unserer nächsten Veranstaltung, am 30. März 2016, im Residenzschloss Altenburg.  

Steffen Klingner, 01.11.2015

 

Veranstaltung 2015 - 3

Zur Vortragsveranstaltung, am Dienstag, 01. September 2015, fanden sich diesmal in der Galerie des Kulturbundes zu Altenburg, Brühl Nummer 2, 39 interessierte Teilnehmer ein. Die Referentin, Frau Lore-Christine Jaschke, aus Borna, sprach zum Thema des Abends:

"Die Pfarrer- und Kantorenfamilie Saupe"

Sie ist aktives Mitglied des Arbeitskreises "Altenburger Land", erforscht neben ihren Vorfahren im Freiberger und Vogtländischen Bereich auch die Ahnen ihres Ehemannes im Altenburger-Bornaer Umland. Dabei kommen ihr die Erfahrungen an ihrer letzten Wirkungsstätte, des Staatsarchives Leipzig, zugute. Als Ergebnis kann sie beispielsweise auf die Erstellung des OFB Kriebitzsch verweisen. Im Zuge dieser Recherchen beeindruckde sie die Familie Saupe/ Sauppe, welche nicht zu den direkten Vorfahren gehört, und deren Beziehungen zur Patronatsfamilie in Breitingen, der Herren von Bose. Die gesellschaftliche Entwicklung und der Aufstieg über mehrere Generationen vom Schneidermeister über Hausdiener, Schulmeister, Kirchner, Kantoren, Pfarrer bis zu Rektoren und Professoren, sowie deren familieären Vererbungen und Verflechtungen im Schul- und Lehrdienst mit Schulmeisterdynastien wie Poser, Held und Gründler, begeisterte sie. Ausgehend vom Stammvater Martin Saupe, 1595-1655, bis zum 1. Schulmeister in Breitingen bei Borna. Georg Sauppe 1692-1743, konnte sie dessen 3 der 4 lebenden Kinder mit ihren Familien und Nachfahren präsentieren. Als Dankeschön für ihren Vortrag und die geleistete Vereinsarbeit wurden ihr im Anschluss die Daten des 4. Kindes, Christian Friedrich Sauppe, des bisher unbearbeiteten Familienzweiges in Rochlitz und Wechselburg, mit weiteren 6 Enkeln, überreicht. Der Vortrag wurde mit viel Beifall bedacht. -  Der zweite Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Veranstaltungsort: Altenburg, Brühl Nr. 2. Mitten in Altenburgs Altstadt, am ersten Marktplatz vor 1190, einem der ältesten Wohnviertel, direkt an der alten Reichsstraße "via imperii" gelegen, dämmerte das Haus seinem Abriss entgegen. Dank der Initiative des Kulturbundes konnte dieses Gebäude gerettet und die freigelegte historische Holzbalkendecke sowie das Fachwerk saniert werden. Dabei wurden bei dendrochronologischen Untersuchungen der verwendeten Hölzer, die Errichtung des südlichen Gebäudeteilses um 1494 und des nördlichen Gebäudeteils um 1690 datiert werden. Damit gehört dieses Haus zu den ältesten Häusern der Stadt Altenburg und ist nach Eröffnung im Frühjahr 2015, mit neuer Nutzung durch Vereine und den Kulturbund Altenburg, der Öffentlichkeit zugänglich. Die Besichtigung dieser historischen Bausubstanz war ein Erlebnis und eine praktische Verbindung von Heimat- und Familienforschung. - Herzlichen Dank an die AMF-Vorstandsmitglieder Frank Fuchs und Ralf J. Jordan. Mit ihrer Unterstützung konnten wir mit Aufstell-Informationsflächen (Rollups) und Flyern über unseren Verein, den Literaturvertrieb und weitere Aktivitäten informieren und werben.

Steffen Klingner, 01.09.2015

 

Veranstaltung  2015 - 2

Der AK traf sich zur Vortragsveranstaltung am Mittwoch, den 27. Mai 2015, im „Bach-Saal“ des Residenzschlosses zu Altenburg. An der Veranstaltung nahmen 53 Personen teil. Herr Klingner begrüßte die Anwesenden und stellte die Referentin Frau Arnhild Kump aus Wien vor. Thema des Abends:

„ Meine Familienforschung – Albrecht, Bergner, Gehlert, Kratsch“.

Die Referentin gehört seit dem Neubeginn der organisierten Familienforschung im Altenburger Land, nach der politischen Wende, zu den Pionieren der Familienforschung und später zu den Gründungsmitgliedern unseres Arbeitskreises. Unter ihrem damaligen Familienamen Ratsch wurde sie einem größeren Kreis bekannt und ihre Kompetenz sowie Aktivitäten und Heimatverbundenheit führten sie ins ehrenamtliche Bürgermeisteramt ihres Heimatortes Tegkwitz. Durch ihre privaten Familienforschungen angeregt, erfüllte sie sich später einen Traum, indem sie vom Altenburger Land nach Rom pilgerte. Als offizielle Botschafterin des Altenburger Landes überbrachte sie Papst Johannes Paul II. die Grüße des Landkreises, der gesamten Schweizer Kirchen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Italien. Über Ihre Erlebnisse und Begegnungen konnte sie im Buch „Zu Fuss nach Rom“ sowie in über hundert interessanten, kurzweiligen Vorträgen berichten. Sie hat diese Erfahrungen weiterentwickelt und organisiert heute, nach familiärer und beruflicher Neuausrichtung, das Ökumenische Pilgerzentrum in Ihrer Wahlheimat Wien. Durch das Pilgern trägt sie dazu bei, die Verbundenheit der Menschen im Altenburger Land, der Schweiz und Österreich zu fördern. Von Ihrer Person ausgehend, über ihre 4 Großeltern und deren umfangreichen Vorfahren, berichtete Frau Kump in kurzweiliger, lockerer Art, mit vielen Geschichten und Anekdoten an hand von Übersichten, Fotos und Post- und Landkarten. Dabei führte uns dieser genealogische Weg quer durch das Altenburger Land bis ins Gebiet des heutigen Leipziger Neuseenlandes. Die wichtigsten vorkommenden Familiennamen waren: Döring, Gehlert, Albrecht, Bergner, Flechsig, Thurm, Rüger, Reinboth, Hayn, Pröhl, Lohmann, Kögel, Nindel, Stötzner, Espenhain und Kratzsch. Frau Kump wurde für Ihren mit Herz und Leidenschaft gehaltenen Vortrag mit viel Beifall bedacht. Für Anfragen ist sie erreichbar: Telefon 03 44 98 / 4 08 42 oder E-Mail: Techa19@chello.at .

Die Vorbereitung eines Familientreffens oder Symposiums über die zahlreichen Linien der Kratzsch/Kratsch-Nachkommen wäre ein Zukunftsprojekt, das sie anstrebt. Für dieses Vorhaben werden Interessenten, Unterstützer und Mitorganisatoren gesucht.

Außerdem wurde diese Veranstaltung genutzt, um den Startschuss für das visionäre Arbeitkreis-Projekt „Erweitertes Kirchenbuch-Register“ zu geben. Ziel ist die Schaffung einer einheitlichen such- und filterfähigen Kirchenbuch-Datenbank des Altenburger Landes und der Umgebung. Der 1. Abschnitt soll die Erfassung der Geburt/Taufen von Beginn bis 1808 umfassen. Nähere Informationen werden demnächst auf unserer Homepage des Arbeitskreises  veröffentlicht.

Steffen Klingner, 28.05.2015

 

 

Veranstaltung  2015 - 1

Der Arbeitkreis traf sich zur Vortragsveranstaltung, am Mittwoch, den 25. März 2015, im "Bach-Saal" des Residenzschlosses zu Altenburg. An der Veranstaltung nahmen 70 Personen teil. Herr Klingner begrüßte die Anwesenden und stellte die Referentin, Frau Martina Wermes, aus Leipzig, Fachreferentin im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig und Vorsitzende der Leipziger Genealogischen Gesellschaft e.V. (LGG), vor. Thema des Abends:

 „Archivierung von Familiendaten“.

Frau Wermes sprach in ihrem Vortrag aus der Sicht des Archivars, insbesondere der Deutschen Zentralstelle für Genealogie (Referat 33), mit ihren besonderen Erfahrungen der Familienforschung. Archive dienen hauptsächlich zur Verwahrung zwei-dimensionaler Archivalien (Papier) und (inzwischen) digitalen Medien. Grundsätzlich sollen Archive regionalen und fachlichen Bezug aufweisen. Normalerweise sind Behörden und Vereine jeweils für Ihre Archivalien getrennt verantwortlich und unterliegen Gesetzen (Archivgesetz des Bundeslandes). Die Quellen der staatlichen Archive sind Akten aus Behörden und Ämtern. Eine Besonderheit bildet das Referat 33, welches seine Existenz der deutschen Geschichte verdankt und genealogische Unterlagen und die Wechselwirkung zwischen Personen und behördlichen Ämtern dokumentiert. Wenn der/die Forscher/in, z.B. aus Mangel an Übernahme der Forscherleistung und nach reichlicher Prüfung, sich entschließt, den Vor- oder Nachlass an die Deutsche Zentralstelle für Genealogie zu übergeben, geschieht dass in Form einer vertraglichen Schenkung der Originaldokumente mit der Übergabe aller Rechte. Um die Übergabe und die Archivarbeit zu erleichtern und Übersichtlichkeit zu verbessern, ist es notwendig die Dokumente sinnvoll zuordnen und ein Ablieferungsverzeichnis zu erstellen. Bestandteile eines genealogischen Nachlasses können eingeteilt werden in; a) biografische Dokumente (z.B. persönliche Dokumente, Tagebücher, Lebensläufe, Leichenpredigten, Testamente, Verzeichnisse, Fotos mit Benennung), b) genealogische Arbeitsmaterialien (z.B. Ahnen- oder Stammlisten, Familiengeschichten, Abschriften und Kopien archivarischer Quellen, Schriftwechsel, Namensforschung, Wappen) und c) Sammlungen zur Orts- und Heimat-geschichte (z.B. Ausarbeitungen, Karten, Pläne, Zeitungsausschnitte, Plakate, Schriften) unter Beachtung der gesetzlichen Schutzfristen. Der Übergebende trägt die Transportkosten und der Archivar prüft die Unterlagen nach Kriterien der Archivwürdigkeit, d.h. Authentizität, Archivierungsfähigkeit, Benutzbarkeit, Bewertungskompetenz und Zuständigkeit. Es wird empfohlen, alterungsbeständiges Papier und Verpackung nach DIN ISO 9706 (Lignin- und Säurefrei) ohne Metallklammern und Folien zu verwenden.

Der Vortrag wurde mit viel Beifall bedacht und die Fragemöglichkeiten rege genutzt.

Informationen im Internet unter:  sachsen.de/ Kultur,Tourismus,Sport/ Archivwesen 

Hinweis: Die AMF unterhält ein eigenes genealogisches Archiv.

Steffen Klingner, 26.03.2015

 

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