Veranstaltungen aktuelles Kalenderjahr

AMF-Arbeitskreis „Altenburger Land“   -   Berichte 2019  -

Veranstaltung 2019-2

Familienforschung ist nicht nur die Aneinanderreihung von Daten. Um diese Aussage zu Beweisen, ist es Notwendig die Blicke auf unser Hobby aus verschiedenen Winkeln und Ebenen zu erweitern. Dazu gehört neben der Heimatforschung, die Fotografie, als ergänzendes und bereicherndes Medium unbedingt dazu. In einer abgestimmten Folge von Vorträgen, Ausstellungen und wissenschaftlichen Tagungen versucht das Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg dieses interessante Thema in seiner Historie als Arbeitsplattform „Atelier“ , den finalen Ergebnissen als „Foto“ und deren Schöpfern/ Künstlern als „Fotografen“ den Nutzern und Betrachtern näher zu bringen.
    Der AMF-Arbeitskreis "Altenburger Land" hat, gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern, diese historische Möglichkeit genutzt und den Leiter des Museums, Herrn Uwe Strömsdörfer, aus Altenburg, zum Vortrag „Das Fotoatelier Arno Kersten Sohn Nachfahren – die Geschichte eines Altenburger Unternehmens zwischen 1867 und 1938“ gewinnen können. Diese zweite, offene Vortragsveranstaltung 2019, fand planmäßig, am letzten Mittwoch im Mai, den 29.05.2019, im „Bach-Saal“ des Residenzschloßes zu Altenburg vor 40 interessierten Gästen statt.
   Die Übereignung des Nachlasses des ehemaligen Atelier- und Hof-Fotografen Arno Kersten (1838-1915), dessen Sohn Friedrich Otto Kersten (1868-1933) und dessen Nachfolger Joseph Bernath (1874-1945), 1992 an das Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg, können wir heute als Startschuß für eine historische Aufarbeitung zur Fotografie im Zeitraum 1867 bis 1938 im Altenburger Raum und darüber hinaus sehen. Dieser Bestand ist von historischer Bedeutung und beruht auf der beinahe vollständigen Überlieferung des Negativbestandes von über 20.000 Platten, Akten, Austattung und Technik bis zu Möbeln.
   Die besonderen Verdienste des heutigen Museumsleiters, Herrn Strömsdörfer, ist es zu verdanken, daß wir bereits 2014, in einem Vortrag, die Digitalisierung des Fotobestandes vorstellen konnten. Diesmal brachte er uns die Person Arno Kersten und die historischen Elemente seiner Arbeit als Vortrag näher, welche in der nachfolgend genannten Sonderausstellung besichtigt werden kann.
Das Schloß- und Spielkartenmuseum Altenburg präsentiert noch bis 27.10.2019 die Sonderausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. - Altenburger Fotoatelier Arno Kersten 1967 – 1938“. In einem nachgebauten historischem Fotoatelier werden Exponate eines deutschlandweit einzigartigen Schatzes aus über 80jähriger Geschichte gezeigt. Neben Teilen der erhaltenen Studioausstattung, Techniken und Elementeträger wie Kollodiumnass- und Gelantinetrockenplatten, sowie historischen Fotos, beispielsweise der herzoglichen Familie oder des Kaiserbesuches in Altenburg, bilden Informationen zum Geschäftsbetrieb, wie die Geschäftskorrespondenz und die Entwicklung der Atelierbesitzer vom Wanderfotografen und Auswanderungsagenten zum Hoffotografen und dessen Nachfolgern bis zu den Menschen, welche diese Dienste in Anspruch nahmen und sich ablichten ließen, den Kern der Ausstellung.
    Die Besonderheit für die Familienforschung liegt an den vorhandenen Auftragsbüchern. Über die Auftragsnummer ist eine direkte Verbindung zu den Negativnummern gegeben. Damit kann in den überwiegenden Fällen die Idendität der abgelichteten Menschen bestimmt und im idealsten Fall der eigene Verwandtschaft zugeordnet werden.

Steffen Klingner, Juni 2019


nach OBEN

 

Veranstaltung 2019-1

Mit der Ersten der vier geplanten öffentlichen Veranstaltungen des Kalenderjahres 2019 boten die Familienforscher des AMF-Arbeitskreises „Altenburger Land“ den Mitgliedern, Interessierten, Neueinsteigern und Gästen am Samstag, 23.03.2019, 10:30 Uhr, in der Gartengaststätte „Ost“ Altenburg, eine Ahnenbörse an. Ziel war es, die persönlichen Kontakte und Forschungsinformationen in direkter Weise zu knüpfen, zu pflegen oder zu entwickeln. Die Wahl von Wochentag und Zeitpunkt richtete sich speziell an interessierte Forscherinnen und Forscher mit beruflichen oder privaten Herausforderungen, wie beispielsweise ein auswärtiges Studium, Montage- bzw Schichtarbeit oder familiäre Verpflichtungen, wie Pflege oder Betreuung, welche an Wochentagen bisher keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gefunden hatten und hier Hilfestellung, Forscheraustausch oder das Gespräch suchten.

Die positiven Erfahrungen der letzten Ahnenbörsen nutzten 31 Teilnehmer. Im Rahmenprogramm zeigte und erläuterte der Leiter des AK, Herr Steffen Klingner, Beispiele und heutige Möglichkeiten der Internet-Forschung und positive Entwicklungen der Datenaufbereitung in einer Präsentation mit Vertiefungsinformationen zu den böhmischen Archiven und Kirchenbüchern mit dem Thema: „Familienforschung im Internet – Datensuche und Informationsgewinnung am Beispiel böhmischer Archive“.  -  Zusammenfassend wird empfohlen: Für Neueinsteiger sei als grundsätzlich auf die Internetseiten der Vereine in ihren geografischen Spezialgebieten hingewiesen, beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung e.V. (AMF) für das Gebiet der ostdeutschen Länder, im Internet unter: www.amf-verein.de , die Arbeitsgemeinschaft für Ostdeutsche Familienforscher (AGOFF) für das Gebiet Ostpreußens und Polen mit Schlesien, unter: https://agoff.de oder der Verein für Sudetendeutsche Familienforschung (VSFF) für Tschechien-Böhmen, unter: https://sudetendeutsche-familienforscher.de. Diese und andere Vereine haben auf Ihren Informationsplattformen mit großem Fleiß viele nützliche Informationen, Übersichten, Links und Daten, aber auch Fehler- und Problemhinweise zusammengetragen, welche die Forschung erleichtert und Wege zur Lösung aufzeigt.

Die tschechisch-böhmischen Archive von Prag, Pilsen, Leitmeritz, Zamrsk, Troppau, Brünn und Wittingau sind in Ihrer Datendigitalisierung weit fortgeschritten und bieten relativ leichte Zugänglichkeit zu den Daten, wenn auch mit unterschiedlichen optischen Darstellungen. Neben der Vorstellungen dieser Internetseiten mit Ihnen optischen Gestaltungen und Handhabbarkeiten wurden Tips und Anregungen zur Nutzung und Datensicherung gezeigt.

Ein weiter Programmpunkt war die Vorstellung von Literatur und die neuen Angebote des AMF-Buchversandes wie, „Die Musterungslisten des Herzogtums Sachsen-Altenburg“ in 4 Bänden , die Mitteldeutschen Ortsfamilienbücher und Forscherkontaktlisten, welche mit Interesse begutachtet wurden.

Die Verbindung von aktuellem Kurzvortrag und Austauschplattform, in einer öffentlichen Veranstaltung, als Ahnenbörse, soll in der nächsten Zeit, im Wechsel mit den beliebten Vortragsveranstaltungen, angeboten werden. Konkret ist eine Ahnenbörse als Abschlußveranstaltung dieses Kalenderjahres für Samstag, den 23.11.2019, 10:30 Uhr geplant. Dann freuen wir uns wieder auf das freundliche Team der Gartengaststätte „Ost“ Altenburg, welches uns mit Speis, Trank und gelungener Gestaltung der Räumlichkeiten viel Freude bereitete und ihnen dafür ein herzliches Dankeschön gebührt.

Altenburg, 15.04.2017, Steffen Klingner

nach OBEN

Ende