Stephan Kekule von Stradonitz

 

 

 

 Stephan Kekule von Stradonitz

Er wurde am 1. Mai 1863 in Gent geboren. Sein Vater, Friedrich August Kekule´ von Stradonitz, war zu dieser Zeit Professor für Chemie an der dortigen belgischen Universität. Als Sohn einer Darmstädter Beamtenfamilie mit adeligen böhmischen Vorfahren hieß er bis 1895 August Friedrich Kekule. 1895 wurde der böhmische Adel auch in Deutschland anerkannt und so nannte sich die Familie Kekule´von Stradowitz. Der Vater, der als bekannter deutscher Chemiker und Naturwissenschaftler die Grundlagen für die moderne Strukturtheorie der organischen Chemie schuf, hat aber nichts mit den in der Genealogie verwendeten Kekule´- Zahlen zu tun. Das blieb seinem Sohn vorbehalten. Er verwendete 1898 in seinem "Ahnentafel-Atlas" ein Ahnen-Nummerierungssystem, das später nach ihm benannt wurde und noch heute in Gebrauch ist, die Kekulé - Zahlen. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bonn und dem Studium der Rechte und der Geschichte in Bonn und Straßburg, schlug Kekulé zunächst eine militärische Laufbahn ein und diente von 1885–1889 als Artillerieoffizier in der preußischen Armee. 1889 verließ er den Militärdienst und schrieb sich erneut als Student an der Berliner Universität ein, an der er bis 1892 blieb. Anschließend trat er in den juristischen Staatsdienst und wurde Referendar am Berliner Kammergericht. Von 1897 bis 1905 vertrat er den Fürsten Georg im schaumburg- lippischen Thronstreit und wurde von diesem zum Kammerherrn ernannt. Er heiratete in Königswinter am Rhein am 30. 4. 1902 Clara Brückner. Kekulé war Vorsitzender (1923–1933) des Vereins „Herold“, des ältesten deutschen Genealogenvereins (gegr. 1869). Er stand der seit 1896 gegründeten Freimaurerloge "Zu den drei Lichtern im Felde" unter der Großloge "Zu den drei Weltkugeln" vor und leitete als Großarchivar das Bundesblatt dieser Großloge. Er verstarb am 5. Mai 1933 in Berlin.

Heute können wir uns die Genealogie ohne die Kekulé- Zahlen nicht mehr vorstellen. Sie dienen der klaren Kennzeichnung jeder einzelnen Person innerhalb einer Ahnentafel, Ahnenliste oder Kartei. Die Bezifferung der Vorfahren ist dabei eindeutig, da jeder Person jeweils seinem Elternpaar zugeordnet ist. Beginnend mit der Festlegung der Ausgangsperson, der sogenannte Proband, mit Ahnenzahl 1, ergib sich folgendes Schema:

Ausgangsperson = Proband, erhält die Ziffer bzw. die Ahnenzahl 1, seine Eltern die Ahnenziffern 2 (Vater) und 3 (Mutter), die Großeltern die Ziffern 4 bis 7 usw.

Vater = Ziffer des Kindes mal 2 (immer eine gerade Zahl)   Der Vater einer Person hat immer die doppelte Nummer seines Kindes.

Mutter = Ziffer des Kindes mal 2 plus 1 (immer eine ungerade Zahl) Die Mutter einer Person hat immer die doppelte Nummer ihres Kindes plus 1.


 Generation

Ahnennummern

Bezeichnung

 1.

1

Proband

 2.

2 und 3

Eltern

 3.

4 bis 7

Großeltern

 4.

8 bis 15

Urgroßeltern

 5.

16 bis 31

Alteltern

 6.

32 bis 63

Altgroßeltern

 7.

64 bis 127

Alturgroßeltern

 8.

128 bis 255

Obereltern

 9.

256 bis 511

Obergroßeltern

 10.

512 bis 1023

Oberurgroßeltern

 11.

1024 bis 2047

Stammeltern